Die Entscheidung, eine professionelle Ausbildung zum Hundetrainer zu machen, kam eigentlich durch das stetige Aufeinandertreffen mit fremden unerzogenen Hunden und deren Hundehaltern, die ihre Hunde während eines Spaziergangs einfach nicht unter Kontrolle haben.

 

Ich konnte Sätze wie

- das hat er sonst noch nie gemacht!
- normalerweise kommt er zurück!
- mit schwarzen Hunden kann er halt leider nicht!
- das werden Hunde schon unter sich regeln!
- da passiert nix; er hat ja noch Welpenschutz!

  einfach nicht mehr hören.

 

Selbst an  Flexi- oder Schleppleinen sind zu viele  Hunde einfach "out of control".

Es entpuppte sich immer öfter als unmöglich, mit meinem Hund normal an anderen Spaziergängern vorbei zu gehen. Ich habe in inzwischen 12 Jahren, in denen ich meine Hündin Bonny habe, leider viel zu oft erleben müssen, wie sich Leute mit einem völlig ausrastenden Hund hinter ein Baum stellen, um einen sicheren Stand und Halt zu haben, wenn ich vorbeigehen wollte. Wie sich ein Hund dann aus dem Halsband befreien und auf meinen Hund gestürmt kam. Wie Leute gestürzt sind, weil sie ihren Hund nicht bändigen konnten.


So macht doch Spazierengehen keinen Spaß!

 

Immer wieder frage ich mich: wie würden wir Menschen reagieren, wenn sie plötzlich angerempelt, angesprungen oder umgerannt werden würden. Wenn sie plötzlich auf die Schulter geklopft würden von vollkommen Fremden. Sind dann Entschuldigungen in Ordnung wie

- er mag doch Menschen so sehr !
- ja, so ist er nun mal, so sind alle aus seiner Familie !
- ist doch nicht böse gemeint, er ist voll der Kumpel !

 

Nein!   Das wäre keine  normale Sache!

Warum glauben also so viele Hundehalter, das es vollkommen normal sei, wenn ihre HUNDE auf fremde Hunde zugerast kommen. Nicht immer freundlich dabei sind... allzu oft sogar aufdringlich oder bedrohlich.

 

Fakt ist: auch Hunde wollen nicht von jedem "begrüßt" werden.

Warum pflegen Hundehalter also nicht einen respektvollen und freundlichen Umgang miteinander und geben während des Spaziergangs acht auf ihre Vierbeiner?

Warum leint man seinen Hund nicht an, wenn man einen fremden Hund trifft?

Und fragt erst einmal, ob ein Begrüßen ohne Leine in Ordnung wäre für den anderen Hund?

Die Antwort ist viel zu oft: Weil es vielen Menschen schlichtweg nicht möglich ist, ihre Hunde zu kontrollieren. Sie abzurufen, zu sich zu holen... sicher an der Leine zu führen.


Warum haben viele Hundebesitzer diese Probleme überhaupt ?
Wie kann es passieren, dass eine normale Gassirunde zur Tortur werden kann?

 

Weil diese Hundebesitzer  beratungsresistenz sind und auch  keine Hundeschulen besuchen.

Darum müssen wir lernen  mit diesen Situation richtig umzugehen und  unseren

 eigenen Hund unter Kontrolle zu haben.


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Ich habe in meiner Hundetrainerausbildung gezielt auf die Schwerpunkte "Familienhunde", "Welpenerziehung" und "Junghunde" gesetzt.


Fachgebiete:

* Hundebegegnungen, Aufeinandertreffen mit fremden Hunden
* Leinenführung
* Erlernen der Grundkommandos
* Abrufbarkeit


* Welpen- Schwerpunkte:  Leinenführigkeit,  "Bleib" (Auch auf Distanz), Übung "Tierarztbesuch", Parcours zwecks Umgang mit fremden Geräuschen/Gegenständen, Freilaufkontrolle von Hetz-oder Jagdverhalten


Meine  theoretische Ausbildung umfasste auch die Vermittlung von Kenntnissen in:

* Impfungen und Krankeiten
* Geschlechtsreife und Sexualzyklus
* Tierpsychologie und Verhaltenstherapie
* Physiologische Werte
* Kommunikation
* Dominanz und Rangordnung
* Lernmechanismen
* Respekt und Vertrauen
* Lernverhalten/ Onthogenese
* Angeborene Verhaltensweisen
* Instinkte und Triebe des Hundes
* Domestikation
* Gefahren für den Hund (Gifte, giftige Pflanzen, o.ä.)
* Gesetze und Rechtsvorschriften im Umgang mit Hunden
* Tierschutzhundeverordnung und Landeshundegesetz