Bevor ich vor etwa 12 Jahren meine Hündin Bonny ins Haus holte , war für mich klar, dass ich einen gut erzogenen Hund haben wollte. Einen, der mich überall hin begleiten kann. Der nirgendwo negativ auffällt. Den ich mitnehmen kann, wenn ich Urlaub mache oder einen Stadtbummel; der mich in Restaurants begleiten kann oder zu Freunden. Den ich ohne Probleme mit in den Bus oder die U-Bahn nehmen kann, den ich ohne Schwierigkeiten auch mit meinen Kindern nach draußen lassen kann, weil er gehorcht und anderen Menschen und Hunden keinen Ärger bereitet. Der mit Menschen, Hunden und anderen Tieren stets freundlich ist .
 
Ganz aus dem Bauch heraus und ohne besonderes Wissen habe ich mich damals also daran gemacht, mir einen solchen Hund zu erziehen. Mit dem nahezu einzigen Hintergrundwissen, dass Hunde ihre Menschen lieben, wenn sie ihnen den Weg zeigen. Wenn sie auf sie aufpassen und sie fordern ohne zu überfordern.

Hunde lieben Menschen, die sie  einbeziehen in ihr Leben und ihnen ein RudelFÜHRER sind.
Lernfortschritte bei Bonny zu sehen, machte mich von Anfang an stolz.

Und spornte an, an erzieherischen Feinheiten zu arbeiten und meinem Hund der beste Freund zu sein, den er haben kann.

Abbrufbarkeit in jeder Situation war für mich höchste Priorität.

Ziel: Freiheit für meinen Hund, Sicherheit für mich !


Doch während wir die Welt um uns herum gemeinsam erkundeten, begegneten wir zunehmend mehr Leuten, die scheinbar weniger Freude mit ihren Hunden haben.
Weil sie an der Leine zerren, weil sie Streit mit anderen Hunden suchen, weil sie Menschen anspringen (viele Leute nennen das scheinbar "begrüßen") oder unkontrolliert jagen und toben gehen, wann immer sie mögen. All diejenigen unglaublichen Dinge aufzuzählen, die wir mit unerzogenen oder aggressiven Hunden und deren Haltern erlebt haben in inzwischen 12 gemeinsamen Jahren, würde ein Buch füllen. Und wirft eine riesige Frage auf: was haben diese Leute angestellt, dass ihr Zusammenleben mit ihrem Hund wohl nicht annähernd so viel Freude bereitet wie dasjenige, das ich mit Bonny genieße?
Außerdem.... wurde ich auch ein Stück weit wütend über all die verrückten Situationen, in die ich auf ganz normalen Spaziergängen mit Bonny- und später auch mit meiner Hundegruppe aus dem  Gassiservice- geriet.
Wütend auf Leute, die sich Hunde ins Haus holen und daraus Problemfälle machen, weil es ihnen an Wissen um und Verständnis für Hunde mangelt. Wütend darauf, dass meine Spaziergänge mitunter keinen Spaß machten, weil ich mit unkontrollierbaren Hunden konfrontiert wurde, die ich teils nur mit Mühe davon abhalten konnte, Bonny oder mich ernsthaft zu verletzen, weil ihre Besitzer sie nicht auslasten, erziehen und ABRUFEN können. Dabei... kann Hundeerziehung doch Spaß machen! Und ist weder Zauberei noch eine nur von wenigen Menschen ausübbare Leistung!
Heute weiß ich, dass ich viele teils gefährliche Situationen nur meistern konnte, weil MEIN Hund einen perfekten Gehorsam zeigt und mir blind vertraut. Weil ich ihn in jeder Situation zu mir rufen kann, ihn auf Distanz kontrollieren kann, weil er ein grundsätzlich freundliches, da AUSGEGLICHENES, Wesen hat. Und diese Sicherheit möchte ich anderen Hundehaltern vermitteln:
Wir können nicht alle Hundehalter der Welt zur Vernunft bringen und ihnen deutlich machen, dass ein Hund mit all seinen ( auch rassespezifischen) Bedürfnissen artgerecht gehalten und ERZOGEN werden muss, aber wir können UNSEREN EIGENEN Hund zu einem gehorsamen Begleiter machen, mit dem man im heutigen Alltag auch Situationen meistern kann, die mit schlecht erzogenen Hunden in einer Katastrophe enden würden.
Denn einen Hund zu halten bedeutet eine große Verantwortung! Für den Hund.... und unsere Umwelt aus anderen Hunden, Spaziergängern, Radfahrern, Joggern und Kindern, die allzu oft keine guten Erfahrungen mit Hunden sammeln, weil ihre Menschen sie nicht führen können.  

 

Es kommt mir vor,  als ob der ein oder andere in unserem Land  denkt,  Hundeerziehung geschehe von allein.

Mit den Jahren des Hundes wird auch sein schlechtes Verhalten sich  automatisch bessern und posituv ändern. 

                                     Nein, stimmt nicht !

 

Wir Menschen sind verantwortlich für das spätere Hundeleben unserer Welpen oder Hunde.

 

 

Hunde verstehen uns schnell, wir Menschen bilden uns leider oft nur ein,  unseren Hund zu verstehen.

Hundehalter haben häufig ein schlechtes Gewissen ihrem  Hund etwas zu verbieten, aber  kaum jemand hat ein schlechtes Gewissen, wenn er seinem Hund  nicht genug Bewegung und Beschäftigung bietet.

 

 

 

Fotos aus meinem privatem Fotoalbum.

 

Ob die Urlaube in  Schweden , Schottland, Frankreich, Südtirol , Seenplatte usw....

                                 Motto : Ohne Hund  Ohne mich !

 

 

 

 

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© Thomas Strunk